04.04.2014 von JoDo
Thema: Insrige Leit
04.04.2014 von JoDo
04.04.2014 von JoDo
Liebe Forumsteilnehmer!
Mancheinem ist der Begriff "die insrigen Leit" ein Begriff.
• Erstens ist das eine Selbstbezeichnung für Mitglieder der mosaisch/hebräischen Gemeinschaft
http://tinyurl.com/netzogx
• Andererseits ist mir das auch aus manchen ländlichen Gegenden bekannt - für "die Unsrigen"
http://tinyurl.com/olbfpm6
Seite 3
hier aus Untertilliach in Osttirol
• Der DUDEN
wiederum meint: "unsrige" wäre gehoben veraltend
http://www.duden.de/rechtschreibung/unsrige
Was mein Ihr?
Ist das vielleicht ein "österreichisches Wort"?
LiGrü
JoDo
06.04.2014 von Koschutnig
Ich finde, (die) "insrigen" sollte eingetragen werden, denn unter dieser Form würde es gesucht werden, die Aussprache ist ja nicht in der Wortsuche enthalten,
und wenn auch Duden online "die Unsrigen" als veraltend bezeicnet, ist das Wort, auch wenn es hierzulande so wie die entsprechenden anderen Personen (die meinigen, deinigen...) durchaus gebräuchlich ist, deshalb doch noch nicht spez. österreichisch.
Noch ein paar Beispiele:
* " Ich habe Südtiroler zu Dutzenden getroffen, die [Norbert C. ] Kaser ganz vertraut als 'einen der Insrigen (Unseren)' preisen, doch nie ein Kaser-Buch in Händen hielten" (schreibt Hans Haider)
http://39null.com/blog/einer-der-insrigen
* „In Phil olls Guate zun Sieg ba der WM - ober long daurts niammer sein die Insrigen a soweit. Lei fest weiter trainieren! " http://www.platzl-pub.com/guestbook/gbook.php?page...
* "Wollt nur noamol danke sagen für enkeren super Auftritt bei insrigen Ball in Ampass" (http://www.zirl.at)
* Aus Loipersbach: "Die insrigen gwinna. 0:1. 1:2. Danke Guli." (http://www.hauerwirtin.at)
Noch ein Wort (aus vielen Wörtern) zu Duden online, wo's auch allerhand Kas (Quark) gibt:
Die Herkunft der Signation etwa, einer reinen ORF-Erfindung, die nichts mit dem gleichlautenden englischen Wort "signation" gemein hat (englisch heißt die Kennmelodie nämlich "signature tune"), das bis vor 100 Jahren wie das aus dem Latein stammende deutsche "Signation"-Fremdwort in erster Linie das Bekreuzigen eines Täuflingsn bezeichnete und seither verschollen ist, wird als "englisch signation = (Kenn)zeichen, Markierung" angegeben,
http://www.duden.de/rechtschreibung/Signation
und die zahlreichen Schreiberlinge, die 2 ähnliche Verben verwechseln, da sie den Unterschied zwischen jemandem etwas verw e hren und sich gegen etwas verw a hren nicht begreifen, sind schuld, dass diese Dummheit wegen der Journaille nun von Duden als "österreichisch" gebrandmarkt wird:
"verwehren:
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
sich gegen etwas verwehren (österreichisch; sich gegen etwas verwahren)"
http://www.duden.de/rechtschreibung/verwehren
- gerade so, als ob nicht auch Deutsche den Fehler machten:
* „Ich verwehre mich auf das Energischste“. Marburg/Lahn
http://www.uni-marburg.de/aktuelles/unijournal/feb...
* "Verwehre mich gegen solche Vorwürfe". München/Eppingen
http://www.agrarheute.com/verwehre-vorwuerfe
* "Zwei ungleiche Schwestern" Der Spiegel http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelf...
K.
07.07.2014 von Suser3664pr
insgrige kenne ich, aber im auch im inneren Salzkammergut oft als z.B. insare leit verwendet
10.07.2014 von JoDo
unsrige
Wortart: Pronomen
Gebrauch: gehoben veraltend
Worttrennung:
uns|ri|ge
der, die, das unsere (2)
--- also einmal in der "veraltenden" Ausgabe und einmal in der aktuellen.
Beidemal mit "i" ausgesprochen: Willkommen!
10.09.2014 von takacsbecs
hab ich in Tirol noch gehört wenn die Einheimieschen gemeint waren, im Gegensatz zu den Welschen (Fremden). Heute werden die Welschen mit Italienern übersetzt, im alemannischen ist der Ausdruck "Walschkom" für Kukuruz und "Walscher Guller" für Truthühner immer noch im Sinne von fremd verwendet.