Österreichisch - Deutsch : Hölzernes Gelächter - Xylophon

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Österreichisch - Deutsch : Hölzernes Gelächter - Xylophon


Österreichisch :

Hölzernes Gelächter , das

Aussprache :

Hü(l)zan´s G´lachta

Deutsch :

Xylophon

 
Eingereicht von :JoDo ( Region : Wien 18.,Währing)
Eingereicht am :2009-11-28 18:57:42
Verwendung :ugs
 
Kategorien : noch keine Kategorie




Kommentare
D e n Ausdruck [ von albertusmagnus am 2010-02-14 08:02:26 ]
hab´ ich schon lang nimma g´hört, gebrauchen tu ich ihn allerdings auch nicht...
Die Verösterreicherung [ von Koschutnig am 2012-09-10 14:26:22 ]
ist herzig, aber logisch - falls das ursprüngliche Wort tatsächlich „Gelächter” bedeutete.
Das „hültze Glechter” , ein Orgelregister - „seltzam vñ wunderlick zu hörn“ - beim blinden Heidelberger Orgelsachverständigen Arnold Schlick um 1500 wird vom Herausgeber des "The New Grove" –Musiklexikons, Peter Williams, so beschrieben:
Hültze glechter (hölzernes Gelächter): ein ungewöhnliches Register, dessen Klang ähnlich ist, wie wenn kleine Knaben mit einem Löffel auf einen Topf trommeln. (The European Organ 1450-1850, London 1966)

Nun stellt sich die Frage, was früher da war, die Henne oder das Ei: Wurde der originelle Name des Orgelregisters auf das Xylophon übertragen (griech. - „Holzstimme“, denn urspr. bestand es ja aus einer Reihe von Holzstäben, die beim Anschlagen je nach Länge oder Material unterschiedliche Töne von sich geben), oder war das Xylophon als ein „hültzen Glechter“ die Anregung für Schlicks Bezeichnung des Orgelregisters? Bei Hans Holbein spielt nämlich bereits 1523 ein Skelett auf einem Xylophon.

Hier - http://www.youtube.com/watch?v=0udPvpWsxi0 - spielt ein neuzeitliches „hölzernes Gelächter“ einer (Michael Beckman) im Lederhosen-Gwandl, und
als Percussionsinstrument ist’s auch in mancher Jazz-Band zu hören, z.B. spielt bei den Dixie Syncopaters aus Arnstadt in Thüringen ein Ulrich Bamberger „Waschbrett und hölzernes Gelächter“ (http://www.myspace.com/syncopaters)

Ob das ursprüngliche „Glechter“ aber tatsächlich ein „Gelächter“ war, darüber gehen die Meinungen auseinander. In seiner Partitur der Zauberflöte schrieb nämlich Mozart: „Gibt ihm ein stahlnes Gelächter” , im gedruckten Libretto wird das dann zu „Gibt ihm eine Maschine wie ein hölzernes Gelächter” – Papageno bekommt aber von den drei Damen weder ein metallenes, noch ein hölzernes Xylophon, sondern ein „silber Glöckchen“, ein Glockenspiel, das er mit einem Stab zum Klingen bringt.
Daraus wird gefolgert, dass das „Gelächter“ eine Verballhornung eines unbekannt gewordenen Wortes „Glechter“ (= Stab, Schlägel )sein bzw. auch das Glockenspiel meinen könnte.
(s. Harrison Powley, "Die Zauberflöte. What’s in a name?" - http://tinyurl.com/8dqajtg)
Also, [ von JoDo am 2012-09-10 19:29:50 ]
mich hat beim Eintragen die Tatsache bestärkt, dass eine ansehnliche Anzahl von Suchmaschinenergebnissen auf den österreichischen Alpenraum (T, Sbg.) hinweisen.
Ob das ein "reinrassiges" österreichisches Wort ist, darauf möchte ich mich nicht versteigen, aber ein erhöhtes Maß an Österreichbezug ist mMn doch vorhanden.
Zurückweisen muss ich die Kritik aus Hollabrunn: Ich habe keinen Ausspracheeintrag gemacht.
Beurteilungen
2010-02-14 08:01:10(Graz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2010-02-14 10:36:51(Graz(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   
2011-06-24 05:46:21(Hollabrunn): Qualität=-2: Bekanntheit=-100%
    HINWEISE 1. KEINE Wörter die sich nur in der Aussprache unterscheiden, also "Schua" statt "Schuhe" oder "Baam" statt "Baum". 2. Soweit möglich eine "offizielle" Schriftform, also "sudern" (pausenlos jammern) statt "sudan" oder "sudaan". Bitte auch auf die Schreibung achten, also Hauptwörter sollten schon mit einem GROSSBuchstaben geschrieben werden. Und bei der Unzahl an Schimpfwörtern bitte auf überflüssige Ausdrücke verzichten.
2011-09-09 06:15:45(Wien 16.,Ottakring): Qualität=-2: Bekanntheit=-100%
   verwirrend
2012-09-10 14:04:38(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=2: Bekanntheit=20%
   
Hölzernes Gelächter

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.